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Sreda, 29 Oktober 2008 15:12

Ostgotisches Gräberfeld - Römische Staßenstation Iuenna

graeberfeld

In den vergangenen Jahren wurde in den Sommermonaten Grabungenstätigkeiten am Gräberfeld Globasnitz-Ost durchgeführt. An den Ausgrabungen arbeiteten neben Archäologiestudenten auch zahlreiche aus Globasnitz und der Umgebung stammende Schüler in Form eines 'Ferienjobs' mit. Die Ausgrabungen wurden von Prof. Dr. Franz Glaser (Landesmuseum Kärnten) geleitet. Eine Abbildung des Gräberfeldes können sie im archäologischen Pilgermuseum in Globasnitz besichtigen.

Die Ostgoten konnten erstamls in Kärnten durch archäologische Ausgrabungen nachgewiesen werden und zwar im Bereich der römischen Straßenstation Juenna - dem heutigen Globasnitz. Die aussagekräftigen und kostbaren Funde des 5. und 6. Jahrhunderts wurden bereits in einigen Ausstellungen presentiert.
Die Nachfrage nach den Funden für internationale Ausstellungen zeigt, dass bereits Ergebnisse vor dem Abschluss der Ausgrabungen in Europa bekannt sind. Im Jahr 2008 konnte mit 422 Gräbern der Abschluss der Ausgrabungen am ostgotischen Friedhof erreicht werden. Das ist das größte Gräberfeld Kärntens, das je untersucht wurde. Die vollständige Erforschung war deshalb ein Ziel, weil es das einzige dieser Art im Ostalpenraum ist.
Die Kenntnisse dieser Epoche waren von Höhensiedlungen geprägt. Die Funde an der funktionierenden Straßenstation im Tal (neben der Besiedelung am Hemmaberg) verändern das bisherige Bild der Völkerwanderungszeit, in welcher die Wurzeln des heutigen Europa liegen.

Ausgrabungen in Jaunstein  

jaunstein

Für die Völkerwanderungszeit und damit auch für das frühe Karantanien kann aufgrund mangelnder schriftlcher Quellen nur die Archäologie neue Erkenntnisse bringen. Auf der Basis verschiedener Beobachtungen wurde für ein weiteres Grabungsprogramm die Umgebung der Kirche in Jaunstein am Fuße des Hemmaberges in Betracht gezogen.
Die seltenen frühmitteralterlichen Grabfunde (z.B. vergoldete Scheibenfibel aus Bronze mit Lilienornament) belegen indirekt eine Kirche des frühen 9. Jahrhunderts, bei der bestattet wurde. Daher ist das erschlossene Gotteshaus aus karolingischer Zeit mehr als 300 Jahre älter als dessen erste urkundliche Erwähnung (Jahr 1154).

Berichte: Prof. Dr. Franz Glaser, Grabungsleiter

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